Was diese Beispiele erklären mussten
Eine Zukunftstechnologie, die niemand anfassen kann. Blockchain bei der Deutschen Bahn und künstliche Intelligenz bei ETAS haben dasselbe Problem: Das Thema kommt im Bild nicht vor. Animation ist hier keine Stilfrage, sondern die einzige Möglichkeit, den Nutzen zu zeigen statt ihn zu behaupten.
Ein Wirkprinzip mit Regulatorik. Für Bayer ist Iberogast als 2D-Erklärvideo entstanden, für Merck Electronics die Rolle von Molybdän im Halbleiter, für Merck ein Awareness-Video zur Schilddrüsengesundheit. In diesen Produktionen entscheidet nicht die Animation über den Erfolg, sondern die Präzision der Aussage.
Ein Angebot, das erst nach Erklärung kaufbar ist. NFON macht aus abstrakten Features nachvollziehbaren Arbeitsalltag. BearingPoint macht Salesforce-Consulting greifbar. Worldline erklärt das TI Gateway. Software und Beratung teilen ein Problem: Man sieht ihnen nicht an, was sie tun.
Finanzprodukte. Sechs der Beispiele kommen aus dem Bankensektor - J.P. Morgan Asset Management, Union Investment, GLS Bank, Sparda-Bank, BBBank und 1822direkt. Von der Fondsstrategie über nachhaltiges Banking im Legetrick-Stil bis zum App-Tutorial und Onlineabschluss. Erklärungsbedarf und Freigabeprozesse sind hier gleichermaßen hoch.
Die Energiewende. Für E.ON sind gleich mehrere Formate entstanden: Wasserstoff als Erklärserie, die wandelnde Energiewelt als Motion Graphics. Mainova erklärt Fernwärme, Veolia Dekarbonisierung als 2,5D-Animation. Themen, bei denen Politik, Technik und Alltag zusammenkommen und der Film übersetzen muss.
Industrie und Logistik. Pepperl+Fuchs animiert den Digital Twin, MANN+HUMMEL IoT für Kompressoren, Georg Utz Behälterlösungen, KION den Automation Scan. Hier steht meist eine konkrete Kaufentscheidung am Ende, und das Video ersetzt den ersten Vertriebstermin nicht - es bereitet ihn vor.
Die drei Macharten im Vergleich
2D-Animation baut Schritt für Schritt auf und ist die häufigste Wahl, wenn ein Prozess oder Wirkprinzip verstanden werden muss. Planbar in Zeit und Budget, unabhängig von Drehterminen, günstig in weitere Sprachen zu bringen.
Motion Graphics setzt auf Typografie, Daten und Formen statt auf Figuren. Passt, wenn Zahlen und Zusammenhänge die Geschichte tragen - wie bei E.ON Changing Energy oder der Fondsstrategie von J.P. Morgan.
Mixed Media und Realdreh kombinieren echte Aufnahmen mit Animation. Der Aufwand steigt, dafür gewinnt der Film an Glaubwürdigkeit, wo es reale Anlagen, Menschen oder Orte gibt. Die E.ON-Wasserstoff-Produktionen zeigen beide Varianten nebeneinander.
Woran die meisten Erklärvideos scheitern
Sie erklären zu viel. Wer alle Funktionen unterbringt, produziert eine Aufzählung, an die sich niemand erinnert. Die Beispiele hier funktionieren, weil jedes von ihnen eine Frage beantwortet.
Sie beginnen beim Produkt statt beim Problem. Ein Erklärvideo, das mit dem eigenen Angebot startet, verliert die Zuschauer, die das Problem noch gar nicht benannt haben.
Und sie sprechen in der Sprache des Absenders. Der häufigste Korrekturschritt in unseren Skripten ist nicht die Kürzung, sondern die Übersetzung interner Begriffe in die Worte, die Ihre Kunden selbst benutzen.
videoboost produziert seit 2015 Unternehmensfilme, über 6.000 Projekte für mehr als 1.000 B2B-Kunden.
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