Die Ausgangslage
Weihnachtskommunikation ist für einen Energiekonzern eine undankbare Aufgabe. Strom und Wärme sind Low-Interest-Produkte: Sie fallen niemandem auf, solange sie da sind. Und im Dezember konkurriert jede Marke mit allen anderen um dieselbe Aufmerksamkeit, mit denselben Mitteln - Kerzen, Schnee, Streichern. Wer in diesem Umfeld nicht untergehen will, braucht keine schönere Version des Erwartbaren, sondern eine Geschichte, die aus eigener Kraft trägt.
E.ON hatte zusätzlich einen inhaltlichen Anspruch: Die smarten Energieprodukte sollten im Film vorkommen, aber nicht erklärt werden. Sie sollten das Werkzeug der Handlung sein, nicht ihr Gegenstand.
Die Lösung
Die Prämisse ist in einem Satz erzählt: Hund Benno soll Weihnachten allein in der Hundehütte verbringen. Also nehmen die Hunde des Hauses die Sache selbst in die Pfoten und richten mit der vernetzten Haustechnik ihres Menschen eine eigene Weihnachtsfeier aus - Licht, Musik, Deko, alles selbst geschaltet.
Produziert haben wir das als Realdreh im vollen Umfang: Setbau, Tiertraining, szenisches Licht und eine Postproduktion, die zwei Minuten lang jedes Detail trägt. Das Ergebnis ist ein Werbevideo ohne ein einziges Verkaufsargument. Das Produkt ist sichtbar, weil die Geschichte es braucht.
E.ON hat den Film am 23. Dezember 2019 auf dem Kanal der E.ON SE veröffentlicht und bedankt sich in der Videobeschreibung ausdrücklich beim videoboost-Team. Ansehen können Sie ihn dort im Original: Dog Christmas auf dem E.ON-Kanal.
Warum das übertragbar ist
Dog Christmas ist die große Ausbaustufe eines Prinzips, das in jeder Größenordnung funktioniert: Ein erklärungsbedürftiges oder unauffälliges Produkt wird sichtbar, wenn es in einer Geschichte gebraucht wird, statt in ihr erklärt zu werden. Für Energieversorger ist das der Weg aus der Austauschbarkeit, und der Weihnachtsanlass ist der Moment im Jahr, in dem das Publikum diese Erlaubnis am bereitwilligsten erteilt.
Der zweite übertragbare Punkt ist die Lebensdauer. Ein Weihnachtsfilm gilt intern oft als Wegwerfprodukt für drei Wochen im Dezember. Dieser läuft seit sechs Jahren und sammelt weiter Aufrufe. Wer den Anlass als Markeninvestition behandelt statt als Pflichtübung, rechnet mit einer völlig anderen Amortisation.
Dass dasselbe Team im selben Jahr mit Cat Mansion einen zweiten Film nach derselben Idee produziert hat, der noch weiter lief, ist der dritte Punkt: Ein wiedererkennbares Prinzip schlägt den Einzeltreffer. Wie sich das für Ihr Unternehmen planen lässt, steht in unserem Ratgeber Weihnachtsvideo für Unternehmen - oder Sie sprechen direkt mit uns.
