Das menschliche Gehirn ist auch im 21. Jahrhundert noch immer ein großes Mysterium. Längst wissen wir nicht, wie es im Detail funktioniert.

Aussagen wie „der Mensch nutzt nur 10 % seines Gehirns“ wurden inzwischen als Mythos entlarvt. Dennoch ist das Gehirn nach wie vor ein beliebtes Forschungsobjekt, das es vollends zu erschließen gilt.

Auch wenn viele Fragen offen sind: Es herrscht allgemeiner Konsens darüber, dass unser Gehirn lieber visuelle Darstellungen als Text konsumiert. Doch warum ist das so?

Die 5 Sinne des Menschen

Der Mensch verfügt bekanntlich über 5 Sinne, mit denen er seine Umgebung wahrnimmt. Das sind:

  1. der Sehsinn, auch: visuelle Wahrnehmung
  2. der Gehörsinn, auch: auditive Wahrnehmung
  3. der Geruchssinn, auch: olfaktorische Wahrnehmung
  4. der Geschmackssinn, auch: gustatorische Wahrnehmung
  5. der Tastsinn, auch: taktile Wahrnehmung

Für die Wahrnehmung stehen uns verschiedene Körperteile zur Verfügung: Unsere Augen, Ohren, Nase, Zunge und Haut. Gesammelt, verarbeitet und umgewandelt werden die wahrgenommenen Informationen allerdings grundsätzlich in unserem Gehirn.

Hierbei ist entscheidend, dass nicht alle Sinne gleichermaßen an der Informationsaufnahme beteiligt sind: Es gilt als wissenschaftlich bewiesen, dass unser Sehsinn der dominanteste aller Sinne ist und 83% aller Informationen mit den Augen wahrgenommen werden [1].

Nur 17% werden mittels der übrigen Sinnesorgane aufgenommen. Das Auge ist daher am wichtigsten für die Informationsaufnahme. Kein Wunder also, dass unsere Umwelt darauf ausgelegt ist, uns primär über visuelle Darstellungen zu erreichen.

Text vs. Bild

Visuelle Darstellungen – das sind sowohl Bilder als auch Texte. Beide werden auf die gleiche Weise – mit dem Auge – wahrgenommen. Doch für unser Gehirn ist es offensichtlich ein Unterschied, ob es Bilder oder Texte konsumiert. Warum also bevorzugt das menschliche Gehirn Bilder?

Immerhin ist jeder Buchstabe ist auch eine Art Bild. Das Problem bei der Verarbeitung dieser Information ist aber, dass zunächst aus mehreren Buchstaben (also mehreren Bildern) ein Wort werden muss. Aus mehreren Wörtern wird dann ein Satz und so weiter.

Während wir aus bestimmten Bildern oder auch Symbolen binnen weniger Nanosekunden eine Bedeutung erschließen, muss unser Gehirn beim Konsum von Texten einen wesentlich längeren und komplexeren Prozess durchlaufen. Das Gehirn verknüpft die aufeinanderfolgenden Bilder, also die Buchstaben, zu einem Wort und weist ihm eine bestimmte, kontextabhängige Bedeutung zu.

Gerade mehrdeutige Begriffe und verschachtelte Satzstrukturen führen aber dazu, dass die Buchstabenkombinationen noch intensiver und konzentrierter analysiert werden müssen. Ein enorme Anstrengung für unser Gehirn!

Die Folge: Wir werden müde, können uns schlechter konzentrieren und verlieren unsere Aufmerksamkeit.

Generation Smartphone

Smartphone

(c) Depositphotos.com/Best3d

Nur die wenigsten Menschen lesen heute noch regelmäßig längere Texte. Die Konsequenzen sind bereits deutlich zu sehen: So ergab eine Studie von Microsoft aus dem Jahr 2015, dass die Aufmerksamkeitsspanne des Menschen bereits von 12 auf 8 Sekunden gesunken ist.

Überhaupt scheint es der „Generation Smartphone“ immer schwerer zu fallen, sich dauerhaft nur auf eine Sache, wie das Lesen eines Textes, zu konzentrieren.

Das Smartphone ist ständiger Begleiter und hält für seinen Besitzer zahlreiche willkommene Ablenkungen bereit.


Dass wir auf unseren Smartphones oder Computer-Bildschirmen selten „ganz bei der Sache“ sind, wenn wir etwas lesen, zeigt auch eine Studie aus Norwegen.

Eine Gruppe von Schülern bekam die Aufgabe, einen auf Papier ausgedruckten Text zu lesen. Eine weitere Gruppe sollte denselben Text in digitaler Form am Computer lesen. Das Resultat:  Diejenigen, die den Text am Computer gelesen hatten, verstanden weniger als diejenigen, die den Text in Printform gelesen hatten.

Die „neuen Medien“ scheinen tatsächlich unsere Konzentration und Aufnahmefähigkeit zu verschlechtern!

Wie unser Gehirn Bilder aufnimmt

Das menschliche Gehirn

(c) Depositphotos.com/alexwhite

Lange, bevor der Mensch die Schriftsprache erfand, nutzte er Bilder, um mit seinen Mitmenschen zu kommunizieren. Das menschliche Gehirn ist daher besser darauf geschult, Bilder zu entschlüsseln als Texte.

Bilder kommen auch der Bequemlichkeit unseres Gehirns entgegen: Während ein Text erst aufwendig von unserem Gehirn dekodiert werden muss, ist uns die Bedeutung eines Bilds oder Symbols auf den ersten Blick klar. Ihr Verständnis ist intuitiv.

Einen Text müssen wir hingegen erst in seiner Gesamtheit erfassen, um anschließend seinen Inhalt und seine Relevanz bewerten zu können.

Das ist anstrengend – und kostet wertvolle Zeit.

Das Erklärvideo: „Futter“ für unser Gehirn

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ ist ein altbekanntes Sprichwort mit einem wahren Kern. Denn ein Bild kann uns tatsächlich unzählige Informationen vermitteln – ganz bequem und innerhalb kürzester Zeit.

Kein Wunder also, dass wir visuelle Darstellungen lieben – und sie nicht mehr aus den modernen Marketing-Strategien wegzudenken sind.

Kein Unternehmen kann heute darauf verzichten, seine Produkte und Dienstleistungen mit Hilfe von Bildern zu bewerben: Denn Bilder helfen dabei, eine Botschaft zu übermitteln, und tragen nachweislich dazu bei, dass sie sich bei der Zielgruppe dauerhaft einprägt.

Ein Problem gibt es allerdings.

Die meisten Menschen empfinden eine Abneigung gegen Werbung, die „zu offensichtlich“ wirbt. Und sobald ein Bild als Werbung entlarvt wird, straft der Kosument sie mit Nichtbeachtung. Ein Prozess, der nur wenige Sekunden dauert.

Die Folge? Die Werbeanzeige geht in der Masse unter und schafft es nicht, den Kosumenten zu erreichen und zu der gewünschten Handlung zu animieren.

Doch wie sollen Sie als Unternehmer, der von dem Erfolg seiner Werbung abhängig ist, damit umgehen?

Sie müssen Ihre visuellen Darstellungen so konzipieren, damit sie innerhalb des kleinen Zeitfensters ihre Wirkung entfalten können. Außerdem ist es ratsam, auf Werbemittel zu setzen, die Sie von der Konkurrenz abheben.

Ein Mittel, mit dem Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Zielgruppe leicht gewinnen können, ist das Video. Denn auch Videos zählen zu den „visuellen Darstellungen“ – letzlich sind sie nicht mehr als bewegte Bilder.

Ein Erklärvideo ist daher die optimale Ergänzung Ihrer Marketingstrategie: Inhaltlich auf das Wesentliche beschränkt, vermittelt es dem Zuschauer die Informationen, die für das grobe Verständnis Ihres Produkts nötig sind. Und das bei einer Länge von lediglich 60 bis 90 Sekunden!

So versteht Ihre Zielgruppe direkt, warum Ihr Produkt die beste Lösung für ihr Problem ist. Sie informieren Ihre Zuschauer, statt sie nur mit bunten Bildern zu ködern.

Erklärvideos sprechen außerdem gleich mehrere Sinne an, nämlich sowohl unsere visuelle als auch unsere auditive Wahrnehmung. Statt der eingangs erwähnten 83% an Informationen, die über die Augen wahrgenommen werden, steigt der prozentuale Anteil auf stolze 94%! Denn der Gehörsinn gilt mit 11% als zweitdominantester Sinn hinter dem Sehsinn.

Videos sind somit um 11% effektiver als statische Bilder, wenn es um das Übermitteln von Informationen geht!

Zudem steigert die Kombination aus bewegten Bildern und gesprochenem Text das Verständnis: So ergab eine Studie, dass Schüler schwierige Konzepte besser verstehen, wenn sie den Lernstoff in Form von Videos präsentiert bekommen. Gleichzeitig prägten sich die Inhalte besser ein [2].

Eine wichtige Erkenntnis für alle Werbetreibenden! Denn Sie möchten natürlich nicht nur verstanden werden, sondern auch lange in Erinnerung bleiben.

Und nicht zu vergessen:

Wenn Sie auf animierte Erklärvideos setzen, grenzen Sie sich von den gewöhnlichen Realfilmen Ihrer Konkurrenz ab. Diese sind nicht nur unverhältnismäßig teurer, sondern gelten auch als Standard. Wer hier Mut beweist und sich für ein junges innovatives Medium wie den Errklärfilm entscheidet, fällt garantiert auf!

Wo sonst ist das so wichtig wie in der Werbung?

Fazit: Visuelle Darstellungen gewinnbringend einsetzen

Die Gründe, warum das menschliche Gehirn visuelle Darstellungen gegenüber Texten bevorzugt, sind vielfältig:

Bilder und Videos lassen sich schneller und mit weniger Aufwand verarbeiten als Schriftinhalte. Zudem können wir auf den ersten Blick beurteilen, ob eine visuelle Darstellung für uns relevant ist oder nicht. Texte hingegen müssen erst in ihrer Gesamtheit erfasst werden, bevor wir ihre Bedeutung begreifen.

Erschwerend kommt hinzu, dass die ständige Präsenz der digitalen Medien unsere Aufmerksamkeit mindert. Daher bleiben Ihnen als Werbetreibendem heute gerade mal 8 Sekunden, um die Aufmerksamkeit Ihrer Zielgruppe zu erregen!

Keine Frage: Visuelle Darstellungen sind heute essenziell, um die breite Masse mit Ihrer persönlichen Botschaft zu erreichen.

Wer aber der Konkurrenz einen Schritt voraus sein möchte, setzt auf Erklärvideos. Denn mit ihrer Verbindung aus Ton und bewegten Bilder sorgen Erklärvideos für das bestmögliche Verständnis der vermittelten Inhalte.

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Quellen:
[1] A. Florack, M. Scarabis, E. Primosch (2012): Psychologie der Markenführung. München: Vahlen. S. 325.
[2] K. Dalacosta, M. Kamariotaki-Paparrigopoulou, J.A. Palyvos, N. Spyrellis: Multimedia application with animated cartoons for teaching science in elementary education. In: Computers & Education. Vol. 52, Iss. 4, May 2009, Pages 741–748.

Titelbild: (c) Depositphotos.com/alexwhite

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