Haben Sie sich auch schon einmal dabei ertappt, wie Sie ein Status-Update ins WWW schickten und dann vor dem Bildschirm auf die erste Interaktion warteten? Wenn Sie wissen möchten, welche Posts am häufigsten kommentiert oder am meisten gemocht werden, und zu welcher Uhrzeit Sie die meisten Reaktionen bekommen, dann lesen Sie unbedingt weiter.

1. Posts, die nie jemand zu Gesicht bekommt

Wir alle kennen dieses Gefühl. Man sitzt vor einem fertigen Post, einem Foto, vielleicht einem ganzen Artikel. Die Maus auf dem „Teilen“-Button.
Meist überwindet man sich und teilt seine Gedanken und Bilder mit der Welt. Der eine oder andere Status in Facebook löst sich nach einigen „Like“-freien Minuten jedoch schon mal in Luft auf.

Eine Studie zweier Forscher thematisiert die Statusmeldungen und Kommentare, welche verfasst, aber nie veröffentlicht werden.

14 Tage lang dokumentierten sie die relevante Aktivität von 3.9 Millionen Nutzern.
Resultat: 71% haben in den 2 Wochen mindestens einen Inhalt verfasst und anschließend ungeteilt gelöscht. Insgesamt macht das in dieser Studie: 4.52 Statusmeldungen und 3.2 Kommentare, die mit Mühe ausgetüftelt und letztendlich verworfen wurden.

Forscher sind der Meinung, dass diese „Selbst-Zensierung“ umso stärker stattfindet, je undefinierbarer das Publikum scheint!
Die „Freunde“ in Facebook sind (wenn ich das gerade einfach für Sie alle voraussetzen darf), zusammengewürfelt aus alten Bekannten – aus Schule, Vereinen, Studium -, ehemaligen und aktuellen Kollegen, Familie, ein paar tatsächlichen Freunden und um die 200 Menschen, die man irgendwann mal irgendwo kennen gelernt hat.
In dieser Masse ist es beinahe unmöglich etwas zu teilen, das tatsächlich ALLEN gefällt.

Ist es ein witziges Video (beispielsweise von der Ice-Bucket-Challenge), freuen sich die Freunde, während die Verwandten sich schämen.
Ist es ein tiefgründiger Artikel über die moralischen Hintergründe des veganen Lebens, loben die Mitglieder des Kochkurses und der Rest verdreht die Augen.
So ist die Mehrzahl der Nutzer sozialer Netzwerke deutlich mutiger, wenn es gilt, Kommentare unter fremde Posts oder in spezielle Gruppen zu setzen. Denn dort ist das Publikum leichter bestimmbar.

Werbegeschenk: Wir müssen das Publikum und die Zielgruppe – was hoffentlich ein und dasselbe ist 😉 – kennen, um sie durch unsere Posts zu überzeugen. Oder um überhaupt den Mut zu finden, es zu versuchen. 

2. Emotionen sind sogar online ansteckend!

Es ist nichts neues, dass die Laune von anderen die eigene beeinflusst. Doch gilt das auch online?!

Effekt von negativen Posts Statistik

Ein Forscher an der University of California hat über 2 Jahre hinweg den emotionalen Inhalt von 1 Milliarde Facebook-Posts überprüft.
Festgestellt hat er dabei, dass die negativen Posts an regnerischen Tagen die Posts der Freunde aus sonnigen Gebieten negativ beeinflussten. Die schlechte Stimmung der einen, hatte einen negativen Effekt auf die neutrale oder gute Stimmung der anderen.
Aus negativen Posts resultierten in der Beobachtung um die 1.29 Mal mehr negative Posts von anderen.

Eine weitere Erkenntnis ist allerdings ebenso interessant. Positive Posts sorgten für 1.75 mehr fröhliche Posts der anderen Nutzer. Gute Laune ist demnach noch ansteckender als schlechte!

Werbegeschenk: Positive Nachrichten und gute Laune verbreiten sich auch übers Netz.
Menschen mit guter Laune sind offener und kauffreudiger als deprimierte und mürrische Nutzer. Unsere Aufgabe ist es also (auch im Eigeninteresse), den Zuschauern und potentiellen Kunden positive Gedanken mitzugeben. Wenigstens gegen Ende des Videos, Textes oder sonstigen Werbestreichs, sollte die Stimmung gehoben werden, sodass positive Gefühle entstehen.

3. Nachts ist der beste Zeitpunkt zum Teilen

Um 22 bis 23 Uhr, ist die beste Zeit um Retweets auf Ihre Posts zu bekommen!
Grund dafür ist, dass zu dieser Zeit weniger Inhalte geteilt werden. Ihr eigener fällt daher mehr auf, als zu den typischen Internetzeiten.

Werbegeschenk: Versuchen Sie einmal, Ihre Inhalte am späten Abend zu teilen.
Wir werden es auch ausprobieren.

4. Profilfotos sind noch entscheidender als gedacht!

Uns ist vermutlich allen bewusst, dass Profilfotos in sozialen Netzwerken mit Bedacht gewählt sein wollen. Immerhin ist unser Bild das Erste, das Besucher von unserer Seite sehen – und in einigen Fällen bleibt es auch das Einzige. Schließlich legen wir unsere Meinung über eine Person auf einem Foto in beeindruckenden 40 Millisekunden fest.

Facebook Profilfotos

Die folgende Studie stellte Porträtaufnahmen unter gleichen Bedingungen und Belichtung zusammen, die sich lediglich durch leichte Veränderungen der Gesichtsausdrücke unterschieden.
In einer Online-Umfrage sollten die Bilder spontan hinsichtlich Charakteristika – wie hier: Extraversion und Vertrauenswürdigkeit – verglichen werden.

Die Studie zeigte, dass die Menschen Ihre Einschätzung über den Charakter der abgebildeten Personen allein von den Gesichtsausdrücken abhängig machten.

Werbegeschenk: Die kleinste Veränderung ändert den gesamten Eindruck eines Bilds. Ein Bild kann den gesamten Eindruck Ihres Unternehmens verändern.
Es ist also immer ratsam, im Voraus den A/B – Test mit Ihrem Profilbild durchzuführen!

5. Wie viel wir preisgeben ist landesabhängig

Laut Ipsos teilen 24% (also fast ¼) aller Nutzer „Alles“ oder „das Meiste“ auf Ihren sozialen Netzwerken. 19 % „teilen nichts“.

Interessant ist hierbei nicht allein, wie extrem landesabhängig die Antworten sind.
Die Washington Post stellte außerdem die Verbindung zwischen den „Viel-Teilern“ und der allgemeinen Nutzung des Internets in deren Land heraus.
Die übermäßige Teilerei findet laut Statistik vor allem in Asien, Afrika und Latein Amerika statt. Die „zurückhaltenden“ Nutzer kommen hingeben aus Europa, wo insgesamt weitaus mehr Menschen online sind. Fraglich fanden wir bei diesem Ergebnis, ob die Antworten nicht relativ subjektiv sind und von einem neutralen Beobachter anders eingeschätzt worden wären.

Werbegeschenk: Die Masse Ihrer durchschnittlichen Posts auf sozialen Netzwerken, sollte von der Umgebung abhängig gemacht werden. Posten Sie so viel, wie es in Ihrem Land oder Ihrer Region üblich ist! Nicht mehr und nicht weniger.

Social Media im Kopf Grafik

6. Keine Online-Interaktion, keine Gemeinschaft!

Dr. Stephanie Tobin hat in einer Studie herausgestellt, dass die aktive Teilnahme in Internet-Communities tatsächlich Bestandteil des Gemeinschaftsgefühls ist.
In einem Experiment ließ sie die eine Gruppe keine Posts teilen, die andere bekam keine Feedbacks auf ihre Inhalte. Beide Gruppen fühlten sich negativ in ihrem Gemütszustand beeinflusst.

Werbegeschenk: Nutzer von sozialen Netzwerken wollen nicht einfach nur Inhalte teilen oder verfolgen. Sie wollen Antworten und Gespräche und außerdem ihre Meinung zum Besten geben. Sie wollen kommunizieren. Aus diesem Grund sollten Sie sich die Mühe machen, auf Fragen, Anmerkungen und Feedback einzugehen! So wird der Kontakt persönlicher und die Leser/ Zuschauer setzen sich gerne mit Ihnen in Verbindung. Auf Twitter haben Sie laut Forschern nur 1 Stunde um zu antworten! Andernfalls wird der Verfasser es Ihnen negativ anrechnen.

7. Starke Gefühle werden geteilt

Videos, Fotos und Artikel, die große Freude, Trauer oder Empörung auslösen, werden tendenziell weit mehr geteilt als neutralere Inhalte.
Der Grund dafür ist, dass emotionale Erregung unser Nervensystem anregt. Um sich aus diesem Zustand zu befreien, werden die aufgestauten Emotionen gerne geteilt, um eine Art der Befreiung zu bewirken. Wer hat nicht schon eine schockierende Neuigkeit weiter erzählt, um nicht der Einzige mit dem Wissen zu bleiben?

In einer Studie von Jonah Berger, wurde desweiteren heraus gefunden, dass nicht nur der emotionale Inhalt, sondern außerdem auch Bewegung zu einer höheren „Teilrate“ führt. Wird das Video beispielsweise beim Joggen gesehen, hat dies die gleiche Wirkung wie große Emotionen. Die Welt soll ebenfalls sehen/lesen/hören, was man da gerade herausgefunden hat.

Werbegeschenk: Sollte Ihr Werbekonzept nicht zufällig aus einem Fitnessvideo bestehen, ist es ratsam auf Emotionen zu setzen! Eine überraschende und schockierende Entdeckung, ein ergreifendes Happy End, oder eine tränenreiche Storyline.
Je stärker die übermittelte Emotion, desto größer die Reichweite.

8. Wir können nicht anders!

Über uns selbst zu reden, übt auf das Gehirn die gleichen Reize aus, wie der Gedanke an Essen, Geld oder Sex.

Zum Teil überwiegt dieser Enthusiasmus auch das Geld, sodass Menschen sogar bezahlen würden, um über sich und ihr Leben philosophieren zu dürfen.
Folglich ist es nicht verwunderlich, dass 80% der Posts auf sozialen Netzwerken von den Urhebern selbst und ihren Intimen Erfahrungen handeln.

Werbegeschenk: Hiermit ist wissenschaftlich erklärt, warum es auch in der Werbung schwer fällt, nicht ausschließlich über Ihre Firma oder Dienstleistung zu sprechen.
Trotzdem zeigt die Studie ebenfalls, warum es unglaublich wichtig ist, es umso weniger zu tun!
Ihre Kunden möchten nicht Ihrer ewigen Selbstdarstellung lauschen. Sie wollen einen Nutzen für sich selbst und daher persönlich angesprochen werden.
Legen Sie also Ihre Werbung auf Ihre Kunden statt sich selbst aus, und regen Sie sie zum Nachdenken (und Reden) über ihr eigenes Leben an. Denn das lieben sie!

Resümee

Auch die Wissenschaft hat Tipps und Tricks parat, um Besucher Ihrer Social Media Kanäle zu Kunden zu verwandeln und Ihre Content Marketing Ergebnisse explodieren zu lassen!
Es ist wichtig, die eigene Zielgruppe zu kennen und aufzuspüren. Da selbst Menschen, die Ihren Inhalt nicht sehen, von der transportierten Stimmung betroffen sein können, sollte diese möglichst positiv sein. Hierbei lohnt sich Konzentration auf die Nachtschwärmer, denn sie sind fleißige Retweeter! Während die Masse an geteilten Informationen landesabhängig ist, ist das Profilbild auf der ganzen Welt ausschlaggebend für Ihr Image.
Ihre Leser/ Zuschauer fühlen sich erst ernst genommen, wenn auf Ihre Kommentare eingegangen wird – andernfalls wenden sie sich möglicherweise ab. Sind sie emotional berührt (oder in körperlicher Bewegung), ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie den Inhalt teilen, größer!

Und zuletzt: Menschen lieben es, über sich zu sprechen. Gute Werbung sollte also auf den wichtigsten Menschen im Leben des Kunden – und damit sein größtes Interesse abgezielt sein: Ihn selbst.

Quellen:
http://blog.bufferapp.com/social-media-psychology-studies-smarter-marketing
http://blog.bufferapp.com/social-media-stats-you-need-to-know

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