Die chemische Industrie ist nicht nur weltweit gesehen ein sehr wichtiger Wirtschaftszweig, sondern auch von immenser Bedeutung für die Wirtschaftslage in Deutschland. Schließlich werden in der chemischen Industrie in erster Linie chemische Produkte erzeugt, die in anderen produzierenden Branchen und Industriezweigen als wesentlicher Bestandteil eines anderen Endprodukts dienen. Aus diesem Grund sind viele deutsche Wirtschaftszweige von der chemischen Industrie abhängig.

Das Erklärvideo in der chemischen Industrie hat daher durchaus andere Einsatzgebiete als das klassische Erklärvideo, das für einen Endkunden, der typischerweise eine Privatperson und kein Unternehmen ist, konzipiert worden ist. Dass das Erklärvideo in der chemischen Industrie dennoch vielfältige und wichtige Positionen einnehmen kann, soll das Thema dieses Blogartikels sein.

Was genau ist eigentlich die chemische Industrie?

Bevor wir tiefer in die Materie eintauchen, lohnt es sich sicherlich, einen Blick auf die Branche der chemischen Industrie als Ganzes zu werfen. Festhalten sollte man zu Beginn, dass Deutschland als die größte Chemienation Europas gilt und im weltweiten Vergleich Platz 4 einnimmt. Dabei ist die chemische Industrie einer der wichtigsten und größten Industriezweige unseres Landes.

Auf Platz 3 hinter Maschinenbau und Automobilindustrie liegend, erzielt die chemische Industrie in Deutschland etwa elf Prozent der Umsätze im verarbeitenden Gewerbe. Hält man sich nun noch vor Augen, dass auch Maschinenbau und Automobilindustrie maßgeblich auf die chemischen Erzeugnisse der chemischen Industrie angewiesen sind, so wird die große Relevanz, die diese Branche besitzt, noch deutlicher. Selbstverständlich besteht aber gerade mit der Branche Maschinenbau auch eine Art Wechselwirkung, da die chemische Industrie auch von Innovationen aus diesem Sektor stark profitiert.

So lassen sich viele chemische Prozesse mittlerweile von Maschinen ausführen, was sich ein Stück weit auch in rückläufigen Beschäftigungszahlen, verglichen mit den steigenden jährlichen Umsätzen, erkennbar ist. Dennoch ist die Branche erheblich auf seine Abnehmer angewiesen und reagiert daher empfindlich auf Wirtschaftskrisen, die produzierende Firmen aufgrund einer geringeren Nachfrage dazu zwingen, weniger zu produzieren.

So erlebte die Branche der chemischen Industrie zwischen 2008 und 2010 eine problematische Zeit, als kaum noch ein großes Unternehmen in der chemischen Industrie voll ausgelastet war. Werkschließungen und Kurzarbeiten waren die logischen Konsequenzen, von denen sich die Branche allerdings bereits im Jahr 2010 genauso schnell wieder erholte wie die Krise begann.

Anorganisch vs. organisch

Chemische IndustrieWann immer man den Versuch wagt, das weite Feld der chemischen Industrie auf einen gemeinsamen Nenner herunterzubrechen, so kommt die Unterscheidung zwischen anorganischer und organischer Chemie auf den Tisch.

Bei der Anorganik bezieht man sich in erster Linie auf kohlenstofffreie Verbindungen, wobei hier ein paar bemerkenswerte Ausnahmen bestehen (zum Beispiel wasserstofffreie Chalkogenide von Kohlenstoff oder Kohlensäure). Demnach befasst sich die anorganische Chemieindustrie vorrangig mit Mineralien, Salzen, Gasen, Säuren, Basen und Lösungen. Wichtige Erzeugnisse aus der Anorganik, von denen andere Branchen erheblich profitieren können, sind beispielsweise Metalle wie Eisen und Stahl, Bestandteile von Keramik, Glas oder Porzellan, Zement, Beton, Batterien, Akkumulatoren, Säuren wie Schwefelsäure, Salpetersäure oder Phosphorsäure sowie Basen wie Natronlauge oder Ammoniak.

Als wichtigste Grundchemikalie im Bereich der anorganischen Chemie gilt Chlor. Sieht man von ein paar diffizilen Ausnahmen ab, die weiter oben schon angedeutet wurden, so kann man die organische Chemie als das Gegenstück zur Anorganik auffassen. Hier beschäftigt man sich demnach mit chemischen Verbindungen, die auf Kohlenstoff basieren. Dabei ist in diesem Zusammenhang noch die Relevanz des Kohlenstoffs anzusprechen. Diese wird deutlich, wenn man sich vor Augen führt, dass jedes lebende Gewebe aus Kohlenstoffverbindungen aufgebaut ist. Ohne Kohlenstoff gäbe es demnach keine Menschen, wodurch dieses Element gemeinsam mit Sauerstoff sehr vereinfacht ausgedrückt das Leben, wie wir es kennen, überhaupt erst ermöglicht. Der Kohlenstoff ist aber nicht nur deswegen im Fokus der organischen Chemie, sondern auch, weil uns in unserem Alltag zahlreiche Dinge begegnen, die ohne die organische Chemieindustrie nicht existierten. Von Tragetaschen über Reinigungsmittel bis hin zu Kunststoffen oder sogar Computergehäusen ist vieles der organischen Chemie zu verdanken.

Auch Arzneimittel fallen mitunter in diese Gruppe wie Klebstoffe, Enzyme oder Desinfektionsmittel. Sehr wichtig für die organische Chemie sind auch die Alkene. Bei diesen Verbindungen aus Kohlenstoff und Wasserstoff sind typische Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen zu finden. Gerade die einfachste Verbindung, Ethen, lässt sich zu Polyethylen weiterverarbeiten, woraus die meisten Kunststoffe bestehen.

Die wichtigsten deutschen Firmen in der chemischen Industrie

Chemische IndustrieVon der allergrößten Bedeutung nicht nur für Deutschland, sondern sogar für die gesamte Welt, ist in der chemischen Industrie das Unternehmen BASF (Badische Anilin und Soda Fabrik). Mehr als 110.000 Mitarbeiter, die sich auf weit über 350 Produktionsstandorte in der Welt verteilen, erwirtschaften hierbei weltweit gesehen den mit Abstand größten Gewinn. Das Unternehmen aus Ludwigshafen am Rhein ist dieses Jahr 150 Jahre alt geworden und verzeichnete im Jahr 2014 einen Gewinn von knapp 90 Milliarden US-Dollar. Um sich das Ausmaß dieses Gewinns vor Augen zu führen: Mit diesem Geld könnte man beispielsweise jedem Einwohner der Bundesrepublik Deutschland 1000 Euro schenken und hätte noch immer ein Sümmchen übrig, das einem Lottogewinn gleichkäme.

Bemerkenswerterweise findet man in der Top 10 der umsatzstärksten Chemiekonzerne weltweit aus dem Jahr 2014 noch drei weitere deutsche Unternehmen, die, summiert man ihre Jahresumsätze, gerade einmal das Niveau der BASF erreichen. Dies ist zunächst einmal das Unternehmen Bayer aus Nordrhein-Westfalen, das hauptsächlich Arzneimittel, Kunststoffe und Pflanzenschutzmittel produziert und auf Position 2 in Deutschland bzw. Platz 3 im weltweiten Vergleich steht.

Anschließend folgen noch in der Top 10 der Welt auf den Plätzen 7 und 8 die deutschen Chemiekonzerne Linde und Henkel. Das Münchner Unternehmen Linde zählt dabei Gase, Anlagenbau und Fördertechnik zu seiner Expertise, während die Düsseldorfer Firma Henkel als Kerngeschäft die Konsumgüterindustrie mit Waschmitteln und Reinigungsmitteln, Artikeln zur Schönheitspflege sowie Klebstoffen versorgt.

Das Erklärvideo in der chemischen Industrie

Chemische IndustrieWie bereits angesprochen, hat das Erklärvideo in der chemischen Industrie etwas andere Einsatzgebiete als im klassischen Sinne. Das liegt daran, dass die Chemieindustrie vorrangig andere Wirtschaftszweige bedient und damit eher eine Funktion als Zulieferer erfüllt.

So ist natürlich ein Erklärvideo mit einer Hauptfigur, die den Zuschauer emotional anspricht und für Identifikation sorgt, eher unnötig, wenn beispielsweise ein Unternehmen aus der Kunststoffindustrie von den Vorzügen von hergestelltem Kunststoff oder chemischen Komponenten überzeugt werden soll.

Überhaupt operieren Firmen aus der chemischen Industrie hauptsächlich auf dem Business-to-Business Sektor und beliefern dort unter anderem die Baustoffindustrie, den Maschinenbau, die Automobilindustrie, die Lebensmittelindustrie oder auch die Glasindustrie mit ihren chemischen Erzeugnissen.

Mag das Erklärvideo an dieser Stelle zwar eher selten dazu beitragen, neue Leads in Form von Firmenkunden zu generieren, so hat es doch gleich mehrere Vorteile für die Chemieindustrie.

Mitarbeiterschulung

Gerade bei der Herstellung von chemischen Erzeugnissen, seien sie anorganischer oder organischer Natur, kann einiges schief gehen. In Produktionsstätten müssen in der Regel Sicherheitsmaßnahmen akribisch eingehalten werden und es gibt mehrere Kontrollinstanzen, die sehr sorgfältig darauf achten müssen, dass Mischverhältnisse eingehalten werden, Maschinen bei Erhitzungsprozessen die richtigen Temperaturen verwenden oder bei Reaktionen entstandene Abfallprodukte fachgerecht entsorgt werden.

Für all diese mitunter lebensnotwendigen Vorkehrungen bedarf es einer mehrjährigen Einarbeitungszeit, in welcher das Erklärvideo nicht nur zum schnelleren und besseren Verständnis beitragen kann, sondern den Lernenden im Zeitalter, in dem fast jeder ein Smartphone besitzt, eine stetige Referenz sein können, um beispielsweise zu Schichtbeginn das Wissen noch einmal aufzufrischen.

Dabei lassen sich im Erklärvideo für geringe Produktionskosten selbst komplizierte Herstellungsprozesse adäquat abbilden. Zwar eher für Schüler und interessierte Nachwuchskräfte gedacht, so findet man vergleichbare lehrende Erklärfilme auch bei dem größten deutschen Unternehmen aus der chemischen Industrie, der BASF.

Einblicke hinter die Kulissen

Chemische IndustrieUnternehmen aus dem Bereich der Chemieindustrie müssen sich oft mit dem Vorwurf der mangelnden Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Skepsis entsteht auch dann, wenn es zu Problemen an Produktionsstätten kommt oder chemische Restprodukte nicht fachgerecht entsorgt werden.

Um ein größeres Maß an Transparenz anzubieten, dass auch einem Laien aufzeigt, dass in Ihrem Unternehmen alles mit rechten Dingen zugeht, wäre auch ein Erklärvideo denkbar, das Einblicke hinter die Kulissen der Produktion bestimmter Chemikalien bietet. Ein solches Erklärvideo in der chemischen Industrie könnte übrigens nicht nur für Außenstehende, sondern auch für Geschäftspartner überaus interessant sein, da die Firmen, die mit den Erzeugnissen aus der chemischen Industrie Endprodukte direkt für Kunden anfertigen, dieses sicherlich auch als Verkaufsargument anbringen können. Unternehmen, die augenscheinlich nichts zu verbergen haben, wirken nicht nur offener, sondern auch sympathischer.

Messen

Chemische IndustrieWer mit seiner Firma auf einer Messe vertreten ist, für den könnte ein Erklärvideo in der chemischen Industrie eine perfekte Ergänzung sein, mit der Sie die stets schwer zu beantwortende Frage, was genau Sie als Zulieferer für andere Branchen eigentlich machen, nicht nur auf eine lockere Art und Weise, sondern auch sehr anschaulich und interessant beantworten können. Natürlich ist auch für potenzielle Geschäftskunden Ihr Portfolio und die Art und Weise, wie Sie die chemischen Erzeugnisse herstellen, von großem Interesse, wodurch das Erklärvideo sowohl bei solchen Messeanlässen als auch bei geschäftlichen Terminen bei Kunden ein optimaler Einstieg ist, der Ihrem Gegenüber direkt ein gutes Basiswissen über Ihr Unternehmen vermittelt.

Fazit

Auch die chemische Industrie kann – wie jede andere Branche auch – von Erklärvideos profitieren. Sie gehören dieser Branche an und interessieren sich für weitere Möglichkeiten, die Ihnen das Erklärvideo in der chemischen Industrie bieten kann? Dann kontaktieren Sie uns doch am besten noch heute ganz unverbindlich.

von Dennis Koch

 

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